Im Gegensatz zu einem angestellten Arzt im Krankenhaus sind Ärzte mit einer eigenen Praxis völlig selbstständig, sie sind nur ihrem Gewissen und ihren Patienten gegenüber verpflichtet. Die größere Freiheit bedeutet jedoch auch größere Verantwortung. Ein Arzt der sich niedergelassen hat, ist sozusagen sesshaft. Daher sollte im Vorfeld die Entscheidung, welcher Ort für die Praxisniederlassung in Frage kommt genau überdacht werden. Nicht nur die Frage ob Groß- oder Kleinstadt steht hier im Raum, sondern auch die Mentalität der Menschen, zu denen ein sozialer Kontakt aufgebaut werden soll. Als niedergelassener Arzt kann man die Entscheidung treffen eine Gemeinschaftspraxis zu gründen oder lieber allein zu arbeiten.
Besonders wichtig ist es auch sich die Frage zu stellen, warum man sich niederlassen möchte. Weil der Beruf im Krankenhaus soviel Frust bereitet? Wenn der Arzt aus einer negativen Einstellung heraus an das Vorhaben herangeht, besteht die Gefahr, dass die negative Einstellung bestätigt wird, wenn bei der Praxisgründung Schwierigkeiten auftreten. Diese negative Stimmung fließt irgendwann unmittelbar in die Behandlung der Patienten mit ein. Wer also nur eine eigene Praxis gründen möchte, weil er keine anderen Perspektiven sieht, empfindet meist viel Ärger über die damit verbundenen Anstrengungen. Eine Praxisniederlassung muss also gut durchdacht und gewollt sein. Die verschiedenen Schritte zu einer Niederlassung sind im Folgenden aufgeführt.